Schnarchen

Streng genommen handelt es sich nach heutigem aktuellem Wissensstand um keine eigenständige Erkrankung. Jedoch kann Schnarchen sozial störend für den Bettpartner sein. Da ein Großteil der Bevölkerung darunter leidet, haben wir dem Schnarchen einen eigenen Beitrag gewidmet. Die Angaben zur Häufigkeit des Schnarchens schwanken stark. Mittlerweile geht man davon aus dass jeder zweite Mensch über 40 Jahren schnarcht. 

Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Das Schnarchen entsteht durch Vibrationen an Engstellen der Weichteilstrukturen im Rachen / Halsbereich (z.B. Weichgaumen mit Zäpfchen, Zungengrund, Kehldeckel). Nur in wirklich seltenen Fällen ist die Nase der auslösende Faktor.

 

 

Aktuell stehen eine Reihe von Therapiemöglichkeiten zur Behandlung des Schnarchens zur Verfügung: 

  • Körpergewichtsreduktion
  • Schlafhygiene (Meidung von Alkohol am Abend, Nikotinkarenz, regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus etc.)
  • Unterkieferprotrusionsschienen (in Kooperation mit schlafmedizinisch ausgebildeten Zahnärzten (DGSZ))
  • Rückenlageverhinderung (mittels Weste oder Schlaf-Positions-Trainer)
  • minimal invasive Chirurgie (Radiofrequenztherapie des Weichgaumens, Zungengrundes etc.)


Für die Therapie mittels Medikamente, Öle und Sprays etc. gibt es aktuell keine wissenschaftlich fundierten Daten, dass diese Behandlungen erfolgreich sind. 
Sicherlich muss bei jedem Patienten individuell ein Therapieschema angepasst werden, dass auf diesen persönlich abgestimmt ist.